Bilder für Flur und Treppenhaus

Flure und Treppenhäuser bekommen meist als Letztes etwas an die Wand — dabei geht jeder Besuch daran vorbei. Sie sind auch am einfachsten richtig zu machen, weil der Raum die Form schon vorgibt.

Schmale Wände wollen hohe Bilder

Ein Flur ist ein Gang: Sie sehen die Wand aus der Nähe und im Vorbeigehen, nie frontal aus einiger Entfernung. Ein breites Bild wird in Stücken gelesen. Ein hohes erfasst man auf einen Blick, und es zieht den Blick nach oben — das lässt einen engen Gang höher wirken.

Alle unsere Formate sind Hochformat. Genau hier zahlt sich das am meisten aus.

Welche Größe im Flur

Messen Sie die freie Wand zwischen Türrahmen, Schaltern und Heizkörper und rechnen Sie mit etwa zwei Dritteln davon.

Freie WandNehmen Sie
unter 60 cmein Bild 28 × 43 cm
60–90 cmein Bild 30 × 46 cm
90–130 cmzwei Bilder 30 × 46 cm, 5 cm Abstand
über 130 cmdrei Bilder, oder eines 51 × 76 cm

Im engen Gang nicht zu groß werden. Ein großes Bild, das Sie nur aus 40 cm Abstand sehen, ist schlechter als ein kleines, das Sie ganz erfassen.

Höhe, mit einer Anpassung

Sonst gilt: Bildmitte 145 cm über dem Boden. Im Flur gehen Sie 5–10 cm höher. Sie gehen dort, statt zu sitzen, und der Blick liegt in Bewegung etwas höher.

Treppenhaus: der Treppe folgen, nicht dem Boden

Eine Treppe hat kein einheitliches Bodenniveau, also greift die Augenhöhen-Regel nicht. Nehmen Sie die Treppe selbst als Bezug.

  1. Bestimmen Sie die Linie der Treppe — die Diagonale über die Stufenkanten.
  2. Hängen Sie jedes Bild so, dass seine Mitte 145 cm über der Stufe direkt darunter liegt. Die Gruppe steigt dann im selben Winkel wie die Treppe.
  3. Halten Sie den Abstand zwischen den Bildern gleich — waagerecht gemessen, nicht entlang der Diagonale.

Drei bis fünf Bilder gleicher Größe, die zusammen ansteigen, wirken gewollt. Gemischte Größen an einer Treppe wirken fast immer zufällig — die Diagonale leistet schon genug.

Licht und Abnutzung

  • Dunkle, kontrastarme Motive meiden. Sie verschwinden. Hellere Farbwelten und klare Formen halten auch bei wenig Licht stand.
  • Auf Reflexe achten. Eine Deckenleuchte direkt über einem verglasten Rahmen spiegelt Ihnen beim Gehen ins Auge. Unser Papier ist matt und reflexionsarm — das hilft schon vor der Wahl der Verglasung.

Halten Sie Bilder außerdem frei von der Wand, gegen die eine Tür schlägt, und über der Höhe, in der Mantel oder Tasche geschwungen werden. Gänge stecken mehr Stöße ein als jede andere Wand.

Für den Flur passt hoch und ruhig — bei den romantischen Gemälden etwa der Obstgarten oder die Lavendelfelder. Für eine Treppenreihe aus drei bis fünf gleichen Stücken kommen die Bilderwand-Sets bereits in passenden Größen.

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